Olaf Nicolai

Texte

Olaf Nicolai (*1962) gilt international als einer der herausragenden deutschen Künstler. Mit seinen Arbeiten steht er in der Tradition der Konzeptkunst, die das Verhältnis von Idee und Bild oder von Idee und Objekt überprüft. Mit konzeptionellen Ansätzen und unterschiedlichen Medien stellt Nicolai die gewohnten Betrachtungsweisen der Alltagswelt immer wieder infrage. Theorien aus Natur- und Geisteswissenschaften übersetzt er ästhetisch-künstlerisch und lässt sie im neuen Kontext erfahrbar werden.

Olaf Nicolai, geb. 1962 in Halle/Saale. Einzelpräsentationen u.a.: Musée de Louvre, Paris (2013), Pinakothek der Moderne München (2011), Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam (2008), Haus Konstruktiv Zürich (2008), migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich (2001), Watari-Um Museum Tokyo (1998). Gruppenausstellungen u.a: Berlin Biennale 8 (2014), Busan Biennale (2012), Hayward Gallery (2012), Royal Academy London (2008), Biennale von Venedig (2015, 2005, 2001), Biennale Sydney (2002, 1998) oder die Documenta X (Kassel, 1997). Seine Arbeiten wurden u. a. mit dem Kunstpreis der Stadt Wolfsburg (2002) sowie Stipendien der Villa Aurora in Los Angeles (2008), bei IASPIS (Stockholm, 2000), am PS1 (New York, 1998), in der Villa Massimo (1997/98) ausgezeichnet.

Für die Innenräume der im Mai 2014 eröffneten neuen Meisterhäuser Gropius und Moholy-Nagy  in Dessau hat Olaf Nicolai die mehrteilige, permanente Wandarbeit Le pigment de la lumière entwickelt, die auf Lichtstudien der Bauhauslehrers Moholgy-Nagy verweisen. Für die 8. Berlin Biennale hat Olaf Nicolai die Arbeit Szondi/Eden entwickelt, in der er das Bodenornament eines Einkaufszentrum im Stadtteil Lichtenberg rekonstruiert und in das Museum Dahlem übertragen hat.