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Gruppe_Sommer_2013

Isabelle Borges, Osvaldo Budet, Adina Popescu
6.Juni - 6.Juli 2013

Donnerstag, 6.6.2013
, 17 – 21 Uhr

Mit der aktuellen Ausstellung präsentiert das EIGEN + ART Lab drei Positionen junger internationaler Künstler im Bereich Malerei, Zeichnung, Fotografie und Installation.
IB_Sommerausstellung_Lab_2013
Isabelle Borges, geboren 1966 in Brasilien, beschreibt in ihrer abstrakten Malerei die Suche nach Raum. Die Künstlerin versteht Raum nicht als leer, als einen Ort zwischen A und B, sondern eher als eine Art bewegtes Gewebe, welches sich mehrmals gefaltet und sich drehend in vielerlei Schichten und Verhältnissen unserer augengesteuerten Realität entzieht. Die von ihr dargestellte Räumlichkeit entsteht aus der Faltung bewegter Flächen. Zu der Frage nach Raum kommt die Beschäftigung mit Bildwelten hinzu, die sie in Form von Zeitungsfetzen und anderen Printbildern zum Teil in ihre Malerei integriert.

OB_Sommerausstellung_Lab_2013
Osvaldo Budets neue Fotografien, Zeichnungen und Mixed-Media-Gemälde sind während seines Studienaufenthaltes, ermöglicht durch das Alfred-Wegener-Institut für Polar-Meeresforschung in Ny-Alesdund, in der Arktis entstanden. Osvaldo Budet hat die Narben und die menschlichen Auswirkungen, die sichtbar in der Landschaft verewigt sind, untersucht und dokumentiert. Im Atelier konstruiert er eine „neue Realität", die künstlich und rein erscheint. Budet verändert die Bilder so, dass Perspektiven kreiert werden, die die Schönheit der Wildnis zeigen, die wir dort zu finden glauben. Indem er jegliche menschliche Aktivitäten in der Landschaft in seinen Fotos eliminiert, zielt er darauf ab, die sozialen und politischen Implikationen unserer technischen Gesellschaft, unseres Managements von Ressourcen und Nutzflächen in solch zerbrechlichen Teilen der Welt, zu hinterfragen. Gegensätzlich dazu sind seine Zeichnungen, die das zeigen, was eleminiert und ausgelassen wurde. Gleichermaßen hinterfragt Budet in seinen Gemälden das romantische Zeitalter der Polarerforschung und das, was in der menschlichen Beziehung zur Natur verloren gegangen ist.

Adina Posescu Nr. III
Adina Popescu präsentiert in der aktuellen Ausstellung eine raumspezifische Installation, die sie speziell für das EIGEN + ART Lab entwickelt hat. In der Arbeit setzt sie sich mit Lesbarkeit, Raum und Sprache auseinander. Einer Bodenarbeit aus scharfkantige, lackiertem Stahl und eine „dreiteilige" an die Wand montierte Stahlarbeit sind Text und Audiofragmente gegenüber gestellt. Das Thema Sprache, Formalisierung von Sprache und die Wirkung bzw. Manipulationsfähigkeit von Sprache ist wiederkehrendes Sujet ihrer Arbeiten.

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