In
der Ausstellung „...the Afterlife“ stellt Martin Eder seinen
neuen Werkzyklus vor.
Dunkle Räume, die etwas von Pariser Boheme versprechen und doch die
Reminiszenz an das Haus Usher aufgreifen, geben den Rahmen.
Getragen von Musik, die der Künstler selbst komponiert hat, wird
man in eine andere Welt geführt. Wir sehen Arbeiten, die in Ihrer
Thematik an die vorangegangenen Arbeiten von Martin Eder anknüpfen.
Die Arbeiten, in altmeisterlicher Form auf die Leinwand gebannt, erzählen
von einer Welt die jenseits oder außerhalb der unseren liegt. In
allen herrscht die Spannung des eingefrorenen Augenblicks, es sind Zeugen
Ihrer eigenen Geschichte, Mitwisser um ein Geheimnis, das dem Betrachter
verborgen bleibt.
Martin Eder verknüpft in seinen Arbeiten Elemente aus der Renaissance
Malerei, im Malerischen wie auch in kompositorischen Elementen:
Zeichen des Vergänglichen, des Übergangs, wie der ”Abschied
- das Monopol der Abreise”, der Melancholie, aber auch das Portrait,
die Traumsequenz, der gewittrige Himmel.
Die Bilder einzufangen, sie festzuhalten mit einem Blick, bleibt unmöglich:
immer schiebt sich ein Element dazwischen, eine Irritation. Sei es im
Bildaufbau, in der verengenden Perspektive oder der Umkehrung der Proportionen.
Der Bruch, oder besser die Wechselwirkung zwischen Schönheit und
Hässlichkeit, zwischen Vertrautem und leerer Weite erweist sich hier
als malerische Geste eines Künstlers, der seine Sehnsucht dem Betrachter
überlässt. |
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